S3

Die Entwicklungsgeschichte der Erde:                       von ihrer Entstehung bis zur modernen Geodynamik


Convener: Jürgen Blum (TU Braunschweig), Christian Maas (Universität Münster).

 

Heute ist bekannt, dass die Entstehung der Erde in mehreren Phasen verlief und vor etwa 4,5 Milliarden Jahren begann. Aus den, in der protoplanetaren Scheibe vorhanden Staubpartikeln bildeten sich auf einer Zeitskala von einigen Millionen Jahren Planetesimale, die innerhalb von 50 Millionen Jahren durch gegenseitige gravitative Einflüsse zur Protoerde anwuchsen. Durch einen oder mehrere Einschläge großer Protoplaneten auf die frühe Erde und die dabei frei gewordene gravitative Energie kam es zur großflächigen Aufschmelzung der Erde und in Folge dessen zur vollständigen Differenzierung. Mit fortlaufender Entwicklung der jungen Erde bildeten sich der feste innere Kern sowie die feste Kruste. Andere Teile des Erdinneren sind auch heute noch flüssig, wie z.B. der innere Erdkern, oder, auf lange Zeitskalen gesehen, der Erdmantel. Prozesse der Geodynamik, wie z.B. die Mantelkonvektion, haben im Laufe der erdgeschichtlichen Entwicklung dazu geführt, dass sich Kontinentalplatten bildeten, sich auch heute noch gegeneinander verschieben und durch ihre Dynamik zur Ausbildung der heute vorhandenen Strukturen im Erdinneren und an der Erdoberfläche geführt haben. In Session S3 sollen diese und weitere Aspekte der erdgeschichtlichen Entwicklung diskutiert werden.

 

Plenarvortrag: Donnerstag, 7.3.2019, Bastian Gundlach (TU Braunschweig)