S1

Die Vermessung der magnetischen Welten:             Von Planeten bis Nanopartikel

Convener: S. Gilder, C. Virgil, D. Heyner

 

Die Vermessung des Magnetfeldes der Erde stellt einen Grundpfeiler der Geophysik dar. Seit den ersten Messungen mit einfachen Kompassen wurden in der Neuzeit eine Vielzahl an neuen Sensoren wie Fluxgate-Magnetometern, Overhauser-Magnetometer, optisch gepumpten Magnetometern, SQUIDs und Solid State Magnetometern entwickelt. Diese Sensoren eröffnen eine große Bandbreite an Einsatzbereichen für die Vermessung von magnetischen (Stör-)Feldern. So können heute zum Beispiel magnetische Anomalien im pT-Bereich erfasst werden um archäologische Stätten zu kartieren, Volltensor-Messungen mit luftgestützten SQUID-Magnetometern durchgeführt oder anthropogene Strukturen, wie z.B. Kampfmittel, mit leichten drohnengestützten Sensoren detektiert werden. Aber auch bei der Vermessung des Erdmagnetfeldes sind enorme Fortschritte gemacht worden. So gibt es heute neben den hochgenauen Langzeitmessungen der magnetischen Observatorien zahlreiche Sattelitenmissionen mit Beteiligungen von Magnetometern.

 

Moderne Magnetometer kommen auch bei weiteren astrophysikalischen Fragestellungen zum Einsatz. Unser Sonnensystem besteht aus einer Vielzahl von Körpern, die unterschiedlichste Magnetfelder aufweisen und schon deswegen auch verschieden mit ihrer Umgebung wechselwirken. Die Vermessung und die Analyse der Magnetfelder trägt zum Verständnis des inneren Aufbaus, der inneren Dynamik und der Zusammensetzung dieser Körper bei. Dabei wird nicht nur unser Wissen über die Erde und unseres Sonnensystems gemehrt. In einer Zeit, in der bei entferntesten Sternen immer mehr Planeten nachgewiesen werden, bekommt die vergleichende Planetologie auch in Sachen Magnetik mehr Bedeutung zu.

 

Wir laden alle Autoren ein, ihre Entwicklungen und Ergebnisse im Bereich Geo- und Planetarer Magnetik in diesem Themenschwerpunkt vorzustellen!

 

 

 Plenarvortag Montag, 4.3.2019, Catherine Johnson (University of British Columbia)